China, Avatar-Mountains und Pandas!! 🇨🇳

China, Avatar-Mountains und Pandas!! 🇨🇳

Zurück zu meiner Reise. Und zwar nach China. Dort war ich mittlerweile schon eine Weile unterwegs. Es standen die Avatar-Mountains und Pandas in Chengdu auf dem Programm!

Kleines Update vorneweg

Yeah in Melbourne gibt es in den Hostels noch Tastaturen die ich an mein Smartphone anschließen kann und Internet die Stunde für 2,50$. Wobei selbst das WiFi außerhalb der Lobby kostet.

Fühlt sich wie vor 10 Jahren an, aber naja. Da ich die ersten Tage nicht viel vorhabe und es sowieso bei 39 Grad Celsius zu heiß ist die Stadt anzuschauen kann ich meinen Blog auf vordermann bringen!

Wulingyuan/Zhangjiajie

Zurück zur Reise:

Nach den Hügeln von Yangshuo standen nun die spitzen Hügel im Nationalpark von Zhangjiajie, besser bekannt als Avatar-Mountains, auf dem Plan.

Die Berge sind seit dem ersten weltweit erfolgreichen 3-D Film mit den blauen Männchen super beliebt. Jedoch wurde die Anbindung nicht genauso schnell verbessert, wie der Hype gewachsen ist.

So sind die beiden Orte Zhangjiajie und Wulingyuan von denen man Zugang zum Park hat, nur sehr ungeschickt zu erreichen. Von den großen Städten in der “Nähe” sind sie nicht direkt zu erreichen. So muss man einen ordentlichen Umweg in Kauf nehmen.

Aber was man sich ein Mal vorgenommen hat, ändert man nicht einfach nur weil man beim genauer Hinsehen am Morgen des Abreisetags ein paar Probleme erkennt 🙂

So ging es von Yangshuo nach gemütlichen Frühstück etwas zu spät los, womit ich keinen direkten Anschlusszug zu den Bergen mehr bekommen konnte..!

Naja ist im Detail auch nicht so interessant: Yangshuo -> Bus (1h) -> Guilin -> Zug nach Changsha (5h) – > Notnacht in Changsha (hässliche Stadt) -> Bus nach Wulingyuan (5h)! Ist echt etwas doof.

Nationalpark

Nach Ankunft war ich einfach froh etwas laufen zu können. Das Ticket ist 3 Tage gültig, damit man auch mehrere Gipfel und Aussichtsplattformen erreichen kann. Daher war es kein Problem kurz reinzuschauen, bevor es an Tag 2 dann wirklich los ging.

Im ganzen Park sind dann die typischen Karstberge zu sehen. Der bekannte Avatar Halleluja Mountain (wurde nach dem Film umbenannt) ist zum Beispiel 1080 Meter von Boden zur Spitze hoch. Gibt es nicht so oft auf der Welt!

Wen es interessiert in Kurzfassung (ohne Gewähr): Das Gestein ist porös und so kann Wasser durchsickern. Durch Wasser und Säure im Wasser geht der Stein dann kaputt und Stücke brechen ab. In den Höhlen und abgebrochenen Stücken sammelt sich dann noch mehr Wasser, was dazu führt dass die Stelle noch schneller erosiert. Dauert lange. Millionen Jahre. Zurück bleiben dann die nicht abgebrochenen Stücke alleine in der Landschaft stehen.

Der Eintritt ist für chinesische Verhältnisse recht teuer. 30 Euro kostet der Spaß und man muss für die Seilbahnen und Lifte jedes Mal extra zahlen (circa 10 Euro).

Seltsam das in Australien und nach Hawaii zu schreiben. Eigentlich sind 30 Euro geschenkt 🙂

Das Wetter war nicht perfekt aber okay: Etwas bewölkt jedoch hat sich die Sonne regelmäßig gezeigt. Der Wetterbericht versprach für die Folgetage nicht gutes voraus. Eher Regen, Wolken und Kälte.

Aus dem Grund und da ich einfach Bock hatte auf Wandern habe ich mich dazu entschieden einfach alles an einem Tag zu erledigen.

Seilbahnen sind überfüllt und nicht so meins. Also ging es relativ früh per Fuß nach oben, Gipfel an einer Ecke abhaken, mit dem (kostenlosen) Shuttle-Bus an die andere Ecke an die dortigen Aussichtspunkte und dann wieder runter. Und optimalerweise vorm Sonnenuntergang unten ankommen.

Im Park sind super viele Chinesen unterwegs. Chinesen sind Rudeltiere und treten immer in großen Gruppen auf. Meistens folgen sie einem Fähnchen. Von den Fähnchen sieht man an allen Sammelstellen wie dem Ein- und Ausgängen von Park, Lift und Seilbahnen echt richtig viele.

Um jedes Fähnchen sammelt sich dann meistens eine Busladung voller älteren Chinesen. Das Gute dabei ist, dass Chinesen auch relativ faul sind. Sobald man 2-3 Minuten läuft ist man dann ziemlich alleine unterwegs und man kann sein eigenes Tempo laufen.

Ein schöner Nebeneffekt von den Scharen an Chinesen ist, dass sobald man einen Nicht-Chinesen trifft, man sofort irgendwie Freund ist 🙂 Man grüßt sich und fängt sofort ein Gespräch an. Einfach weil man es sprachlich kann 🙂

So hatte ich oft Wegbegleiter und geschätzt mit mehr als 50% der Nicht-Chinesen im Park Kontakt 🙂 Dies war vor allem schön, da ich der einzige Gast in meinem Hostel war und außer mir nur eine nette ältere Dame (Service-Kraft, Rezeptionistin, alles) vor Ort war. Sie hat zwar viel mit mir geredet, mir alles erklärt, abends auf mich gewartet und nach mir das Hostel abgeschlossen, aber ich habe ihr Chinesisch einfach nicht verstanden.

Ich buche aus solchen Gründen meine Hostels immer nur für 2 Nächte. Verlängern geht fast immer, canceln dagegen nicht.

Und so bin ich dann zu den, beim Wandern kennengelernte, Kollegen ins Hostel gezogen, was doppelt gut war, da es an Tag 3 wirklich richtig kalt wurde und geregnet hat.

Glück gehabt! Aussicht gab es da wohl keine zu sehen. Müde und unmotiviert hat es so keiner von uns in den Park geschafft und nachdem das erste Bier bestellt wurde, war eh vorbei.

So wurde es ein lustiger Tag mit Kartenspielen und Chillen im Hostel. Man hatte sogar einen schönen Blick auf die Bus-Insassen, die mit blauen und rosa Plastik-Kostümen als Schlumpf verkleidet dem Fähnchen nach in den Park gestapft sind. Bezahlt ist bezahlt gell 🙂

Chinesen-Analyse

Bei der Gelegenheit komm ich nicht drumrum über das Verhalten der Chinesen zu reden. Klaro betrifft das nicht alle und ich möchte nicht alle über einen Kamm scheren, ABER ich glaube jeder der mal in China war, kann dies bestätigen. Los geht’s 🙂

Spucken!

Man hört es oft. Dieses eine Geräusch! Nicht das Spucken an sich, aber dieses Hochziehen aus dem tiefstem Inneren. Selbst in Zügen oder Gebäuden und kp. Dann wird in irgendeinen Mülleimer gespuckt.

Highlight war ein Typ der mir im Zug gegenüber saß. Da nichts in der Nähe war, hat er zwischen uns auf den Boden gespuckt. Als ich ihm klar gemacht habe, dass das nicht cool war hat er zumindest seinen Schuh draufgetellt.

WARUM? Ist aber wohl ein kulturelles Ding. Alles raus aus dem Körper. Andersrum finden Chinesen es eklig wenn wir in ein Taschentuch schnäuzen und es in die Hosentasche stecken.

Hupen!

Horror! Es wird einfach immer (für uns) grundlos gehupt. Wenn der Bus um eine Kurve fährt, wenn ein Auto auf eine Kreuzung zufahrt (hatte mein Hostel in Beijing an einer Kreuzung), wenn überholt wird. Klar ist es ein Zeichen: Achtung, ich bin da. Aber wenn man sich an Regeln hält, dann muss doch keiner hupen, statt alle…!

Rauchen!

Es wird in Restaurants, Zügen, Wartehallen, Toiletten usw geraucht. Überall sind Verbotsschilder. Keinen interessiert es.

Suppe schlürfen!

Damit komm ich zurecht. Passt schon 🙂 Mein Fahrer in Japan wollte mal, dass ich auch schlürfe. Er war sich nicht sicher ob wir das überhaupt können 🙂

Laut sein!

Es ist in Zügen und sonstwo echt laut. Da stehen ältere Damen im Kreis und schreien sich gegenseitig an. Ist wohl ihr Temperament (ernsthaft).

Schlimmer ist, dass Videos, Telefonieren, Musik hören alles auf Lautsprecher und maximaler Lautstärke gehört wird. Egal ob es mitten in der Nacht im Zug ist.

Drängeln!

Auch einfach seltsam. Gerade im Park haben sich mehrfach alte Damen in Schlangen vor mich reingedruckt weil da etwas Platz war. Oder sie rennen vor dich wenn der Bus die Tür aufmacht.

Mit der Zeit nervt es echt. Anfangs war ich da noch gelassen. Am Ende habe ich dann versucht Ihnen auf Deutsch zu erklären, dass man in einer Schlange hinten ansteht und sie zurück geschoben.

Klingt jetzt in der Ansammlung total schlimm. So war es nicht und vor allem nicht überall! Habe mich im Alltag wohl gefühlt. Fällt einem nur auf. Einfach dieses “I don’t give a fuck” was andere denken oder was sie stört. Gerade im Vergleich zu Japan (Danke Japan. Ich liebe Japan!) eine andere Welt.

Es ist mir in dem Park extrem aufgefallen und ich glaube das liegt entweder daran, dass Chinesen sich irgendwie anders verhalten wenn Chinesen unter sich sind und es ist eher die ältere Generation betroffen.

In manchen Städten (Changsha) fällt es einem krass auf, in anderen wieder ganz selten (Shanghai, Chengdu). Die jüngere Generation findet das selbst nervig und verhält sich vorbildlich!

An alle mitlesenden Chinesen. Sorry aber das musste raus 🙂 Seht es als Verbesserungsvorschlag aus der Meckerbox 🙂

Chengdu

Pandas! In Chengdu gibt es Pandas! Pandas sind süüüß!!

Mehr gibt es eigentlich nicht zu schreiben. Mein Flug ging von hier Richtung Tokyo. Chengdu ist noch bekannt für ihr scharfes Essen und dem Sichuan Pfeffer. Ist ganz seltsam. Der ist nicht normal scharf. Der Mund und die Zunge werden eher taub und es prickelt komisch im Mund.

Hot-Pot ist dort sehr bekannt und beliebt. Aber alles egal. Dort gibt es Pandas!! Süße Pandas!

In der Stadt ist alles auf Pandas ausgelegt. Überall kann man Panda-Dinge kaufen. Panda-Öhrchen, Panda-Taschen, Panda-Pullover, Panda-Alles.

Und so ging es sehr früh los in die Aufzucht-Station, damit ich bei Eröffnung um 7 Uhr dort bin. Pandas sind süß. Aber Pandas schlafen auch viel. Morgens sind sie aktiv und schlafen dann alle etwa um die gleiche Zeit ein. Um 10 Uhr oder so. Das wars dann für den Tag 🙂

Es gibt nicht mehr viele Pandas auf der Welt. Etwa 2000 Tiere leben in den geschützten Wäldern in der Nähe von Chengdu. Daher haben Stationen wie diese, angefangen Pandas aufzuziehen. Es wurde mit 6 Pandas angefangen und heute gibt es dort etwa 150 Pandas.

Pandas sind nicht gerade clever was die Fortpflanzung und das Überleben angeht. Sie können ein Mal im Jahr Nachwuchs bekommen. 50% davon sind Zwillingsgeburten. Jedoch kümmert sich die grausame aber süße Panda-Mutter nur um eines der süßen Babies.

Das andere wird dann in den Stationen vom Mensch per Hand großgezogen. Dazu essen sie nur Bambus. Da Bambus nicht viel Nährstoffen hat, müssen ausgewachsene süße Pandas täglich 20-30kg Bambus essen. Dh sie verbringen den Tag großteils mit essen und schlafen.

So ist die Station im Prinzip ein Panda-Zoo mit Gehegen in denen Pandas je nach Alter zusammenleben oder die älteren Pandas getrennt gehalten werden. Man läuft rum und schaut den Pandas zu wie sie miteinander spielen und süß sind.

Sie sind einfach mega tollpatschig, haben eigentlich viel zu kurze Beine zum Klettern (wobei sie das trotzdem gut können), fallen ab und zu um, bleiben in Astgabeln hängen und sie kugeln sich echt ab und zu den Hang herunter 🙂

So und jetzt ganz viele Pandabilder!! Leider ist das WiFi hier zu schlecht um Videos hochzuladen.

Next PostRead more articles

This Post Has 2 Comments

  1. Melanie

    😍😍😍😍

Leave a Reply