Neuseeland 🇳🇿 Third Part – Fjordlands, Westküste, Abel Tasman

Neuseeland 🇳🇿 Third Part – Fjordlands, Westküste, Abel Tasman

Also wie versprochen geht’s weiter mit den Reiseberichten. Weit zurück ins Land der Herr der Ringe – Part 3 – eine Trilogie sozusagen!

Noch auf der Südinsel unterwegs. Etwa Ende Januar 2019. Queenstown ist großteils abgehakt. Es geht über die Fjordlands kurz zurück nach Queenstown und ab die Westküste entlang in den Norden.

Te Anau – Fjordlands – Milford Sound

Nachdem ich in Queenstown viel Zeit verbracht habe mit erst ordentlich wandern und dann ordentlich ausruhen, war der Plan wieder ein Stückchen Richtung Süden zu fahren und zwar nach Te Anau, von wo aus man die Fjorde besichtigen kann.

Habe Marie aus Frankreich kennengelernt, die den gleichen Plan hatte und so haben wir uns gemeinsam für den kostengünstigsten Weg entschieden und der ist bekanntlich trampen 😊

Trampen, eine Nacht in Te Anau, zum Fjord trampen, zurück nach Te Anau und Queenstown trampen. Riesen Plan!
Der erste Schritt, Trampen von Queenstown nach Te Anau, klappte auch relativ schnell, null Problemo.

Te Anau an sich ist ein kleines unspektakuläres Dorf am See. Als Ausgangspunkt ins Fjordland oder zu einigen anscheinend super schönen Wanderungen liegt es geschickt. Aber nur wegen dem Ort muss man nicht unbedingt dort hin.

Am nächsten Morgen herrschte dann aber am Ortsausgang Richtung der Bootstour am Fjord ein kleiner Hitchhike-Stau. Wir waren nur Nummer 2 und nach uns kamen noch 2 weitere Personen die kostenlos an den Fjord wollten.

Es gab zwar viele Autos, aber es waren wohl alles doofe Touristen und keine netten Kiwis. Es hat kein einziges Auto angehalten. Sollte das einzige Mal sein in Neuseeland 😢

Da unser Boot bereits gebucht war und die Zeit immer knapper wurde, bin ich beim Autoverleiher, den ich durchs Relocation-Car schon kannte und der ums Eck sein Büro hat, vorbei und wie das Glück wollte, hatte er ein kleines Auto rumstehen. Pefekt 👌

Nett wie wir sind, haben wir die restlichen wartenden Hitchhiker aufgegabelt und so wurde es ein 5er Hitchhikeauto 👍
Die Tour an sich und die Landschaft ist wunderschön und sollte man mitnehmen, wenn man in der Ecke ist. Schaut einfach die Bilder an. Wetter war opti.

Vielleicht noch kurz erklärt. Fjorde sind von Gletscher geformte u- oder v-förmige Täler, heute gefüllt mit Wasser. Sounds sind geflutete Täler. Das heißt Milford Sound ist ein Fjord und hat eigentlich einen falschen Namen 💡

Relocation-Car 2

Soo schon viel Zeit verbracht im schönen Neuseeland. Und das ohne mich groß zu beeilen. Daher musste ich mich mit Blick auf den Kalender langsam gen Norden bewegen.
Von Te Anau wurde ich, zusammen mit einem Kollege von der Straße, zurück nach Queenstown von Racing Driver fukcing Jona mitgenommen, inklusive bezahlten Pommes.

By the way: Kiwis fahren gerne schnell und aggressiv und sie mögen keine chinesischen Autofahrer. In China ist es anscheinend üblich seinen Führerschein zu kaufen ohne wirklich Auto gefahren zu sein. Das heißt Chinesen kommen nach Neuseeland und fahren zum ersten Mal in ihrem Leben Auto und das dann auch noch auf der linken Straßenseite.

So fluchen die Kiwis gerne über zu langsam und schlecht fahrenden Autos vor ihnen. Und man muss sagen es sind so gut wie immer Chinesen die solch ein Auto ungekonnt steuern 😬

Danach hat zum ersten und einzigen Mal ein Wohnmobil angehalten. Danke Frankreich 👍

Ich hatte vom Flughafen in Queenstown aus ein weiteres Relocation-Car nach Picton gebucht (von dort fährt die Fähre zur Nordinsel ab) und dafür 4 Tage Zeit. Kostenlos versteht sich.

Sind zwar 800km Strecke, aber vollkommen fahrbar in der Zeit. Eine nette Überraschung bei der Autosuche auf dem Parkplatz war, dass sich beim Drücken auf den Autoschlüssel ein großer weißer Toyota SUV blinkend gemeldet hat. Habe keinen Kratzer entdeckt und mit 5000 gefahrenen Kilometern war es ein nagelneues Auto. Hatte eigentlich wieder einen alten Kleinwagen erwartet 😁

Da ich aufgehört habe teure Versicherungen gegen Kratzer und so abzuschließen, hieß es also uffbasse.

So ging es dann Stück für Stück 4 Tage und 3 Nächte die Westküste entlang in den Norden. Mit dem Auto ist das einfach opti. Man kann halten wo man möchte und sieht so sehr viel von Mittelerde.
Tipp: Der SUV hat zwar einen großen Kofferraum und mit umgeklappten Sitzen hat man da genug Platz, aber es ist relativ hart. Der Fahrersitz ist da viel bequemer zum Schlafen! 🙂
Super cool war es als Fahrer auf der anderen Seite des Hitchhikens zu sein. Habe mich immer gefreut Leute aufzugabeln. Da normal weiße große Autos niee halten, waren die Tramper dementsprechend überrascht. Ist viel schöner mit Gesellschaft durch die Weiten Neuseelands zu düsen.

Allgemein ist schon die Landschaft ein Highlight. Diese verändert sich immer mal wieder. Genau wie das Wetter. An der Westküste bleiben die Wolken an den Bergketten hängen, weswegen es des öfteren regnet und das Klima viel feuchter ist, als hinter der Bergkette. Daher ist dort auch alles recht grün.

Soo los ging die Fahrt mit diesen erwähnenswerten Punkten:

Roy’s Peak

Berg mit überragender Aussicht auf Wanaka Lake. Dauert so 2 Stunden nach oben zu wandern und etwa 1 1/2 Stunden zurück zum Parkplatz.

Neuseeland (548)Neuseeland (532)

Wanaka Lake

Schöner See zum Erfrischen nach dem Marsch auf den Roy’s Peak.

Blue Spot

Kann man kurz halten und von der Brücke in ein hellblaues klares (kaltes) Wasser springen.

Neuseeland (554)

Glühwürmchen

Es gibt Höhlen mit tausenden Glühwürmern und auch Waldabschnitte, wie neben dem Campingplatz an Tag 2. Ist interessant mal gesehen zu haben 🙂

Fox Glacier + Franz Josef Glacier

Oben auf den Bergspitzen von Neuseeland gibt es einige Gletscher. Man kann diese zwar nicht besteigen, aber durch das Tal zu den Anfängen des Eises laufen und den Gletscher von unten betrachten.

Es gäbe noch die Möglichkeit für 200-300$ mit dem Heli sich auf das Eis fliegen zu lassen, dort 5 Minuten zu warten und wieder zurück zu fliegen. Habe ich mal ausgelassen.
Es ist aber alleine schon echt beeindruckend durch das vom Eis geformte Tal zu laufen. Irgendwie eine unwirkliche Landschaft mit viel Geröll, großen Steinbrocken und dem abfließenden Wasser in der Mitte des Tales.

Sehr traurig und schockierend sind die aufgestellten Schilder, wo vor einiger Zeit noch das ewige Eis vorhanden war.

So läuft man lange bis man die Gletscherzunge erreicht. Man sollte sich beeilen, denn in einigen Jahrzehnten wird es keine Gletscher mehr unter 4000m (oder 5000m?) mehr geben. (Auch in Perú zu sehen. Die Erde wird tatsächlich wärmer. Egal was seltsame Menschen behaupten).

Irgendwie schon komisch, wenn man das anschaulich vor Ort sieht, wie solche Orte verschwinden.

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Pancake Rocks

Liegt auf dem Weg. Man kann kurz halten. Felsen an der Küste die aussehen wie gestapelte Pfannkuchen.

Sandflies

Oaaa wenn es etwas an Neuseeland gibt, das nervt und zwar sehr nervt, sind es diese kleinen Biester.

Westlich oder nördlich der Berge oder in den Bergen selbst, dort wo es mehr regnet sind die Sandflies zu finden. Es sind winzige schwarze Tiere, die man nicht wirklich hört und auf der Haut spürt, bis sie einen stechen oder beißen?! Und der Biss juckt verdammt noch mal sehr 😡

Sobald man draußen ist und etwas ruht, kommen sie in Massen. Dann schwirren 20-30 Fliegen auf dich zu. Zum Glück sind es schlechte Flieger. Wenn man läuft oder sich bewegt, kommen sie nicht mit und es stört nicht.

Aber gemütlich am See sitzen oder auf dem Campingplatz draußen essen ist in der Dämmerung einfach nicht drin. Außer man packt sich in langen Klamotten ein.

Insektenspray hilft ein bisschen, aber manchen ist das Gift auf der Haut auch relativ egal. Da sie so klein sind kommen sie auch überall rein. Sehr wichtiger Tipp beim Zelten. Immer ein Two Layer Zelt nutzen. Wenn der Reißverschluss zu ist und man alle 50 Sandflies getötet hat, kann man auch in Ruhe schlafen 🙂

Am Tag der der Autoabgabe war dann recht viel fahren angesagt. Im Vorfeld werden solche Tatsachen gerne als das Problem des Zukunfts-Ich abgeschoben. Aber das gehört dazu. Solche Tage erscheinen normal auch nicht in Blogs und auf Instagram 🙂

Mit Podcasts und Musik im Auto geht das dann auch irgendwann rum. Dieses beeilen, schnell frühstücken und wenig Pausen einlegen, weil ich eigentlich eine Abgabezeit hatte, war und ist eigentlich immer unnötig. Bei der Abgabe war nicht mal eine Person vor Ort. Autoschlüssel in den Briefkasten schmeißen und gut ist.

Vom Campingplatz nach Picton waren es gut 5 Stunden im Auto. Problem dabei ist nur, dass ich am Fährenort mein Auto abgeben musste, sich mein Hostel aber in Nelson befand. Sind nochmals 2 Stunden, jedoch ohne eigenes Auto.

Heißt ab an die Straße und mal wieder Trampen! Ging dann auch relativ leicht, dank netten Kiwis. Langer Tag auf der Straße. Aber ging alles gut. Als Belohnung bin ich in Nelson angekommen.

Nelson

Nelson ist wie Queenstown ein beliebter Ort für Work&Traveler. Die Stadt an sich ist echt schön und gemütlich. Es ist viel wärmer als Queenstown und es regnet hier so gut wie nie.

Was wohl auch der Grund für die wochenlangen Waldbrände in der Region war. Zum Glück sind diese für mich rechtzeitig ausgegangen. Hat nur noch gekokelt. Nelson befindet sich im Norden der Südinsel und hat ein warmes Klima.

Abel-Tasman

Nicht so weit von Nelson entfernt befindet sich der Abel-Tasman-Nationalpark. Wiederum ein Great-Walk.

Nicht in den Bergen wie üblich, sondern an weißen Sandständen mit türkisen Wasser vorbei. Man kann sich seine Strecke selbst zusammenstellen. Ausgangspunkt ist Marahau (erreichbar per Shuttle oder again per Hitchhiken). Von dort kann man entweder laufen, ein Taxi-Boot nehmen oder mit Kanus erst die Küste entlang paddeln und dann zurück laufen.

Die komplette Strecke geht über 4-5 Tage und ist etwa 100 km weit. Es gibt aber immer wieder Campingplätze und so entscheidet man selbst wie viele Kilometer man läuft bevor man umdreht. Je nach Wasserstand kann man Abkürzungen an Buchten nehmen oder muss außenrum laufen.

Der ganze Weg ist kein Rundkurs! Cool ist es wenn man einen Weg auf dem Wasser zurücklegt und den anderen per Fuß. Aber dafür benötigt man einen Partner, da man das Kanu nur zu zweit mieten kann. Möglich sind auch Touren zu buchen. Aber nöö. Zu teuer und zum Wandern benötige ich keinen Guide.

Hatte niemanden gefunden und so bin ich beide Wege gelaufen, eine Nacht im geschenkt bekommenen Zelt verbracht (Achtung Sandflies!) und dann zurück marschiert.

War schön und hat Spaß gemacht. War besser und leichter ausgerüstet und wenn man immer mal wieder ins kühle Meer springen kann, ist das schon angenehm! Auch hier muss man seinen Campingplatz im Voraus buchen. Gibt Hütten und einfache Plätze im Wald. Zweiteres kostet nicht allzu viel.

Neuseeland (622)

Soweit zur Südinsel!

Von insgesamt 6 Wochen Neuseeland habe ich hier fast 5 Wochen verbracht, was relativ wenig Zeit für die Nordinsel bedeutet. See you soon!

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