Peru 🇵🇪 Cusco und hoch zum Machu Picchu

Peru 🇵🇪 Cusco und hoch zum Machu Picchu

In Peru angekommen hat es mich nach Cusco verschlagen, von wo eine kleine Tour zum Machu Picchu auf dem Plan stand.

Cusco

Nach der langen Fahrt hieß es erstmal etwas ausruhen, bevor der Machu Picchu in Angriff genommen werden konnte. Weiterhin zusammen mit Ani & Dani und Carina unterwegs, haben wir uns zu viert eine kleine Wohnung über Airbnb gegönnt, inklusive einer geilen warmen Dusche ohne Stromschläge! Und das Ganze ist zu viert zudem unschlagbar günstig. Chillen war angesagt! Heya! Es war sehr cool nach dem nicht so leckeren Essen in Bolivien wieder selbst zu kochen. Schöne Klassiker wie Spaghetti Bolo oder Wraps plus geile europäische Frühstücks mit Spiegelei, Avocado, Tomaten und ordentlichen Weckle, geilo! Die kleinen einfachen Gerichte sind immer mal wieder Pflicht. Egal wo auf der Welt.

Cusco war einst die Hauptstadt der Inkas und hat daher einige alte Inkastätten (Gemäuer) in der Umgebung zu bieten und dazu ein schönes Stadtzentrum, welches in der spanischen Kolonialzeit erbaut wurde. Vor allem ist Cusco aber der Ausgangspunkt, um DIE Attraktion in Peru zu besuchen, nämlich den Machu Picchu. Außerdem sind auch die Rainbow Mountains in der Nähe (3-4 Stunden entfernt). Das alles führt dazu, dass Cusco vollgepackt ist mit Reiseagenturen. An jeder Ecke möchte dir jemand einen Ausflug anbieten und jedes zweite Geschäft ist eine Agentur.

Was ist der beste Weg um Machu Picchu zu besuchen?

Wir waren vorher alle etwas skeptisch wegen Machu Picchu. Die anderen haben sogar überlegt, es ganz auszulassen. Man weiß es ist als eines der neuen sieben Weltwunder eben die Hauptsehenswürdigkeit in Peru und es pilgern mega viele Menschen dorthin. Dazu nutzen die Touranbieter die Begehrlichkeit aus und verlangen einen Haufen Geld, was sich Budget-Reisende nicht leisten wollen.

Man hört und liest zuvor online einiges an verschiedenen Varianten um zum Machu Picchu zu gelangen und in der Stadt wird man wie erwähnt mit Angeboten überschüttet. Wir haben uns für die günstigste Variante entschieden. Ich liste es mal kurz auf.

  1. Inka Trail

Um diese mehrtägige Wanderung herrscht total der Hype. Es wird damit geworben wie damals die Inkas von Cusco aus zu deren heiligen Städte, dem MP zu pilgern. Da Menschen sowas unbedingt machen wollen und blabla kostet der ganze Spaß für eine 4-Tageswanderung 500€ bis 700€ (kurz bei Google nachgeschaut), man muss sich dazu sehhr lange vorher bei Touren anmelden und außerdem soll der Weg überfüllt mit Menschen sein. Klingt alles nicht so toll und viel zu viel Geld! Kam für uns gar nicht erst in Frage.

2. Salcantay Trail

Alternativroute zum Inka-Trail und wohl anstrengender. 4-5 Tage laufen auf Höhen von 3000 bis 4000 Metern ist machbar, aber nicht so ohne. Anscheinend noch nicht soo überlaufen. Kostet aber auch bei 4-5 Tagen etwa 200 bis 300€. Man kann die Trails nur mit Touren laufen. Vor Ort gab es viele Angebote dafür. Also auch noch freie Plätze. Aber für uns auch zu teuer!

Die Touren sind bestimmt cool und bieten ein geiles Panorama. Man kommt auch direkt oben an den Ruinen von Machu Picchu raus und muss nicht vorher in das Touridorf unterhalb des Berges. Aber eben nix für uns.

3. Mit dem Bus und weiter mit dem Zug

Zugticket kostet viel zu viel Geld. Eine einfache Fahrt waren so um die 120€! Paah nein!

4. Mit dem Bus und neben den Zugschienen laufen!

Unsere Variante!

Vorab die Kosten lagen bei 70€ pro Kopf für zwei Tage und eine Übernachtung. Inklusive Busfahrten, inklusive Verpflegungen, Übernachtung in Aguas Calientes und Eintritt Machu Picchu! Das klingt verlockend und wurde gebucht! Die Tour ist sogar günstiger als wenn man alles einzeln auf eigene Faust buchen würde.

Los geht’s!

Los geht so ein Ausflug früh morgens. Man hat nämlich einen langen Tag vor sich, um in die verborgenen Wäldern zu gelangen, wo der MP versteckt wurde.

Zuerst geht es per Shuttle-Van von Cusco aus nach Hidroelectrica. Von dort startet der Zug, der zwischen Hidroelectrica und Aguas Calientes pendelt. Da wir und alle anderen in den Vans, statt den teuren Zug zu nehmen, das Stück laufen wollen, gibt der Fahrer Vollgas. Und die Mischung aus den sich schlängelnden Death-Roads durch die Gebirgen Peru’s, den engen Bus (so ein Sprinter mit Plätzen für etwa 40 Leuten) und absolut ekliger Fahrweise führte dazu, dass es so gut wie allen an Bord übel wurde. Dabei ist es auch nicht förderlich, dass man in diesem Bus 6 Stunden aushalten muss, bis man das Ziel erreicht hat! War nicht so geil und nichts für schwache Mägen. So mancher musste seinen Magen entleeren 🤢

Hidroelectrica ist eigentlich kein richtiger Ort. Es fährt der Zug ab, es gibt paar Restaurants und die üblichen Verkaufsbuden für die Touristen, aber sonst nix. Jedoch waren wir heilfroh dort angekommen zu sein. Es folgt eine etwa 3-stündige Wanderung durch den Wald, parallel der Schienen entlang. Ein entspannter Marsch, bevor man in den bereits dunklen Abendstunden mitten im Dschungel ein kleines Dorf erwartet und eine hochmoderne Stadt vorfindet – Aguas Calientes.

Mich hat das echt geschockt und ich habe damit gar nicht gerechnet. Ich meine, dort gibt es nichts außer den Machu Picchu. Und weil da so viele Touristen hinwollen, wurde erst extra die Zugverbindung gebaut und dann eine Stadt, die mich eher an Skiorte in den Alpen erinnert hat (nur halt viel größer). Eine Stadt erbaut für die Touristen. 5 Sternehotels, Restaurants, Bars und alles was da eben dazugehört. By the way. Auf allen Speisekarten von authentischen Peruanischen Restaurants findet man das bei uns bekannte süße Meerschweinchen – el cuy – als gegrillte Delikatesse. Bei aller Offenheit und Neugierde, haben wir das nicht probiert 🙂

In diesem Ort übernachtet man dann für eine Nacht bevor es am nächsten Morgen soweit ist und man zum Machu Picchu hoch wandert. Es ist ein steiler Fußmarsch von etwas mehr als einer Stunde. Man könnte auch den Bus nehmen, aber der kostet Geld!

Machu Picchu

Also da ist er nun, der Machu Picchu! Eine heilige Städte der Inkas, erst spät verborgen im Wald entdeckt und nun Ziel vieler Touristen. Erbaut Mitte des 14. Jahrhunderts und wieder entdeckt (es herrscht Unklarheit wer zuerst dort war) um das Jahr 1900 rum. Plus minus 20 Jahren. Wobei entdeckt heißt, dass es von Kolonialmächten oder Expeditionen niedergeschrieben wurde, dass sie dort waren. Einheimische kannten den Ort und wenige Bauern haben dort sogar gewohnt.

Mittlerweile hat die Regierung die Besucherzahl pro Tag auf 6000 Menschen beschränkt, es gibt vorgeschriebene Zeiten, zu welchen man rein darf und man darf sich nur mit Guide und auf den Wegen in eine Richtung fortbewegen. Die neuen Regeln wurden eingeführt, um die Stätte zu schützen. Lustige Geschichte dazu. Finnland hat Peru Schulden in Höhe von X Millionen erlassen, mit der Bedingung solche Regeln einzuführen. Good guy Finland!

Aber hey es lohnt sich auf jeden Fall! Es ist echt beeindruckend, was da oben auf dem Berg hingebaut wurde. Die Ruinen sind gut erhalten und so läuft man durch das damalige Dorf, Anbauterassen und Grundrisse der Steinhäuser. Es ist viel los, aber vollkommen okay. Dadurch, dass sich die Besucher einen Weg von Anfang bis Ende laufen, verteilt es sich ganz gut. Wir hatten dazu einen blauen Himmel und Sonnenschein, perfekt! Die Geschichten des Guides waren interessant und so verbrachten wir 2-3 Stunden beim berühmten Machu Picchu! Es gibt übrigens noch ganz viele andere, sogar größere Inkaruinen in Peru, jedoch sind die nicht so angesagt und alle gehen zum MP 🙂

Da wir noch ein Date mit dem Heimweg hatten, hieß es bald zurück laufen. Runter vom Berg, Fußmarsch neben den Gleisen und ab in den Van, um nach Cusco zu gelangen.

Die Tour hat sich gelohnt! Klar viele Touristen, aber nicht zu viele. Wenn man in der Nähe von solchen Sehenswürdigkeiten ist, dann möchte ich diese trotzdem sehen und mein eigenes Bild machen. Und cool war es auf jeden Fall!

Rainbow Mountains

Haben wir ausgelassen. Wären nach der Fahrt zum Machu Picchu wieder viele Stunden im Van gewesen, um etwas zu sehen, bei dem wir uns nicht sicher waren, ob wir es wirklich sehen wollen. Berge mit verschiedenen Farbschichten. Jedoch muss man sich bei den Bildern, die man auf Google findet, wohl 75% Farbe wegdenken um den Originalzustand zu bekommen. Dazu viel zu früh los und naaa. Hatten wir keine Lust mehr drauf.

In Cusco trennten sich dann teilweise unsere Wege. Nach einem netten Abschiedsfrühstück auf dem einheimischen Markt haben Ani & Dani den Flieger genommen, um nach Kolumbien zu fliegen und für Carina und mich ging es weiter gen Norden Perus mit dem Bus. Viele Grüße an euch 2 ! War cool mit euch ein paar Wochen gemeinsam zu reisen und hat Spaß gemacht! 😀

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